Tetuan ist «die Weiße Taube»: 300.000 Einwohner am Fuße des Rif-Gebirges, im Tal des Flusses Martil, und die marokkanische Stadt mit den stärksten spanischen Einflüssen von allen.
Sonn Medina gehört seit 1997 zum Weltkulturerbe und das sieht man schon am nächsten Tag. Hier sind die zehn Orte, die dazu bestimmt waren, zu Fuß in Ketten gelegt zu werden.
Warum Tétouan so spanisch ist
Das ist weder Zufall noch ein Klischee: Die Stadt wurde von einem Mann aus Granada neu gegründet..
Sidi Ali Al-Mandari, geboren in Granada um 1440 und aus dem Lager von Boabdil; er floh nach der Eroberung hierher und baute die Stadt im 15. Jahrhundert zusammen mit den vertriebenen Andalusiern. Er gilt als dessen Gründer, und daher rührt der Beiname «die Tochter von Granada».
Vier Jahrhunderte später, zwischen 1913 und 1956, war Hauptstadt des spanischen Protektorats. Deshalb gibt es auch heute noch Händler, die dich auf Spanisch bedienen, und Speisekarten auf Spanisch.
Die zehn Orte
1. Die Medina
Der Grund für die Erklärung der UNESCO. Es ist eine der am wenigsten veränderten Medinas Nordafrikas: Sein andalusischer Grundriss hat sich kaum verändert, mit weißen Gassen, Gitterfenstern und überdachten Durchgängen.
Sie ist von einer Mauer umgeben, und man betritt sie durch ihre Tore, die bab. Du findest sie alle unter Die 8 Tore der Medina von Tetouan.
Der Tipp: Versuche nicht, einem Plan zu folgen. Verirre dich und geh dort hinaus, wo es dir möglich ist.
2. Die Souks

Die Medina besteht aus zwei Hälften, und das sollte man wissen:
- Eingang über Bab Tut, das Gebiet um den Lebensmittelmarkt, mit Gewürzen, Obst und Fleisch. Im Mittelpunkt steht die Trankat Straße.
- Entlang der Terrafin-Straßedie Handwerksviertel, wo man live zusehen kann, wie Leder bearbeitet, Teppiche gewebt und Modeschmuck hergestellt wird.
Zum Thema Feilschen: Frage nach dem Preis, biete weniger, als du zu zahlen bereit bist, und schließe den Kauf ohne Eile ab. Und wenn du nicht kaufen willst, fang gar nicht erst an. Weitere Tipps findest du unter Wie kommt man von Spanien nach Marokko?.
3. Der Lebensmittelmarkt
Auf mehrere Ebenen verteilt. Im Erdgeschoss befinden sich die runde Steintische, an denen Fisch verkauft wird aus dem Mittelmeerraum; im Obergeschoss: Lebensmittel, Textilien und sogar ein Blumenladen.
Hier kann man sehen, wie die Stadt wirklich funktioniert – nicht die Stadt, wie sie sich den Besuchern präsentiert.
4. Das Gerberviertel
Hier wird das Leder weiterhin gegerbt in in den Boden eingelassene Badewannen, so wie schon vor Jahrhunderten. Der Geruch ist stark, aber der Prozess erklärt, woher die Taschen, Pantoffeln und Teppiche auf den Souks stammen.
Und hier eine Zahl, die verdeutlicht, was dabei verloren geht: wo es einmal so weit kam, dass mehr als hundert Handwerker, heute sind noch kaum vier aktive Gerber.
5. Die Kasbah
Die alte Verteidigungsfestung im oberen Teil der Medina, von der aus das Tal überwacht wurde. Errichtet von den Merinier, vereint andalusische und marokkanische Architektur.
Schau dir die Aussicht an: Von oben sieht man das Meer aus weißer Dachterrassen mit dem Rif im Hintergrund. Das ist der schönste Panoramablick auf die Stadt.
6. Bab El Okla und das Ethnografische Museum
Eines der bekanntesten Tore der Stadtmauer, und direkt daneben das Ethnografische Museum, das in einer ehemaligen Festung untergebracht ist.
Die fehlenden Daten: dienstags geschlossen, öffnet von 10:00 bis 18:00 Uhr den Rest der Woche und kostet 30 Dirham, etwa drei Euro. Es kostet Garten und Terrasse mit Aussicht in die Stadt und in die Berge.
Es lohnt sich wirklich sehr, und fast niemand geht dort hinein. Oft begleiten dich die Mitarbeiter persönlich und erklären dir die Ausstellung: Trachten, Musikinstrumente, Handwerksberufe und die Geschichte der Stadt in der Zeit der Al-Andalus.
7. Die Große Moschee
Die Hauptmoschee, deren Minarett die Silhouette der Medina prägt und mit dem Gebetsruf den Tagesrhythmus bestimmt. Das Innere kann nicht besichtigt werden Für Nicht-Muslime ist sie zwar nicht von religiöser Bedeutung, aber aufgrund ihrer Kachelverzierungen und des Eingangsportals lohnt sich ein Besuch.
8. Das jüdische Viertel
Die Mellah, wo jahrhundertelang eine bedeutende sephardische Gemeinde lebte. Die Straßen dort sind gerader und mit eisernen Balkonen, und der Kontrast zum Grundriss des restlichen Stadtteils Medina ist deutlich zu erkennen.
In der Nähe befindet sich das jüdischer Friedhof, eines der größten in Marokko, mit mehr als 20.000 Gräber in Terrassen angeordnet, einige davon 15. Jahrhundert. Viele sie tragen keine Beschriftung: Die Identifizierung wurde dem Familiengedächtnis anvertraut.
9. Die spanische Stadterweiterung

Man verlässt die Medina und wechselt das Jahrhundert und den Kontinent: breite Alleen, weiße Fassaden und Gebäude mit einer luftigen Atmosphäre Art déco die während des Protektorats errichtet wurden.
Sein Zentrum ist die Moulay-El-Mehdi-Platz, das immer noch von allen so genannt wird Primo-Platz: kreisförmig, mit Schriftart und der Kirche „Unsere Liebe Frau vom Sieg“ die sie anführt. Von ihr geht die Mohammed-V.-Allee.
Hier wurde gedreht Zeit zwischen den Nähten, die Serie nach dem Roman von María Dueñas, die genau im Tetuán des Protektorats spielt. Wenn du sie gesehen hast, wirst du den Platz wiedererkennen.
10. Der Hassan-II.-Platz und der Königspalast

Der Platz dient als Bindeglied zwischen der Medina und dem Ensanche. Traditionell ist sie bekannt als der Feddan.
Den Vorsitz hat der Königlicher Palast, erbaut um 1740 als Gouverneurspalast. Während des Protektorats beherbergte er den Khalifa, dem Vertreter des Sultans, und dem spanischen Hochkommissar. Es findet kein Besuch statt, und ein Großteil des Platzes ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt, doch die Fassade mit ihren Bronzetüren ist eines der meistfotografierten Motive, vor allem wenn sie beleuchtet ist.
Daneben erstreckt sich der Feddan-Park, mit Café, Kinderspielplatz und schattigen Plätzen. Hier kann man sich hinsetzen und einen Tee trinken, bevor man zurückgeht.
Wo man essen kann
Die Küche von Tétouan verbindet marokkanische und andalusische Einflüsse: Tajines Lamm oder Hähnchen mit Pflaumen, Couscous —traditionell freitags, ein Feiertag—, Pinchos Morunos, Pastela und Harira.
Die Palast Bouhlal, ein altes Riad mitten in der Medina, ist der Ort, an dem Gruppen meist essen: Es wird betrieben von Menü geschlossen und manchmal mit Live-Musik. Das reicht, um sich über die Runden zu bringen, auch wenn man auf eigene Faust unterwegs ist In der Medina gibt es kleinere Lokale mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis..
Zwei Tipps: Such dir Orte aus, an denen Leute sind, und trink etwas abgefülltes Wasser. Und lässt Platz für die Marokkanische Süßigkeiten mit Pfefferminztee.
Wie man dorthin kommt
Tétouan liegt 60 Kilometer östlich von Tanger, etwa eine Stunde mit dem Auto. Und nur zehn Minuten vom Meer entfernt, in Martil.
- Mit der Fähre nach Tanger, von Zolltarif —in der Innenstadt von Tanger— oder von Algeciras, das in Tanger Med landet, 45 km entfernt. Danach weiter mit dem Auto.
- An der Grenze zu Ceuta, nämlich der Landweg.
- Auf einer organisierten Exkursion, das sich um den Grenzübertritt, die Grenzformalitäten und die Transfers kümmert – also um den mühsamsten Teil der Reise.
Alles rund um die Kreuzung, unter Sehenswürdigkeiten in Tanger.
Reisen während des Ramadan
Der Ramadan 2027 wird voraussichtlich vom 8. Februar bis zum 9. März dauern.. Die Termine richten sich nach der Mondbeobachtung und werden daher erst kurz zuvor bestätigt.
Man kann problemlos reisen., aber der Rhythmus der Stadt ändert sich:
- Die Geschäfte öffnen später und schließen am Nachmittag, um abends wieder zu öffnen.
- Viele lokale Restaurants schließen während der Fastenzeit und öffnen bei Sonnenuntergang, wenn die Harira und die Datteln.
- Es ist schwer, Alkohol zu finden: Die Supermärkte stellen den Verkauf ein.
- Die Sehenswürdigkeiten verkürzen ihre Öffnungszeiten: Es ist ratsam, dies noch am selben Tag zu bestätigen.
- Aus Rücksicht auf andere solltest du es vermeiden, auf der Straße zu essen, zu trinken oder zu rauchen tagsüber. Vor deinem Reiseleiter ist das kein Problem.
Die Gegenleistung: Die Nächte sind die schönste Zeit des Jahres in den Medinas: Die Straßen sind bis spät in die Nacht belebt, und es herrscht eine Atmosphäre, die man den Rest des Jahres nicht erlebt.
Falls du vor deiner Abreise noch Fragen hast, Ob es sicher ist, nach Marokko zu reisen.
Ausflüge nach Tétouan
Wir sind ein lokaler Reiseveranstalter aus Málaga, der seit über 50 Jahren Ausflüge durch Andalusien und den Norden Marokkos organisiert. Der Tagesausflug führt über die Meerenge und beinhaltet einen lokalen Reiseleiter sowie ein marokkanisches Menü mit Folklore:
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Exkursion nach Tanger von Tarifa aus€115,00 -
Exkursion nach Marokko von Algeciras aus€125,00Bewertet mit 5.00 von 5, basierend auf 1 Kundenbewertung -
Ausflug nach Marokko von Malaga und von der Costa del Sol aus€160,00Bewertet mit 4.72 von 5, basierend auf 111 Kundenbewertungen
Um weiter nach Norden zu fahren, musst du die blauen Städte y Was soll ich kaufen?. Das gesamte Reiseziel, in Der Reiseführer für Marokko.
Häufig gestellte Fragen
Was kann man in Tétouan an einem Tag unternehmen?
Die zum Weltkulturerbe gehörende Medina, die Souks, die sich in einen Lebensmittel- und einen Kunsthandwerksbereich unterteilen, der Lebensmittelmarkt, das Gerberviertel, die Kasbah wegen ihrer Aussicht, das Tor Bab El Okla mit seinem Ethnografischen Museum, die Große Moschee, das jüdische Viertel, das spanische Ausbreitungsgebiet mit dem Platz Moulay El Mehdi und der Platz Hassan II mit dem Königspalast. Am sinnvollsten ist es, den Vormittag der Medina und den Nachmittag dem Ensanche zu widmen.
Warum ist der spanische Einfluss in Tétouan so stark?
Aus zwei Gründen, die vier Jahrhunderte voneinander trennen. Die Stadt wurde im 15. Jahrhundert von Sidi Ali Al-Mandari neu gegründet, einem um 1440 geborenen Granadiner, der nach der Eroberung zusammen mit den vertriebenen Andalusiern auf der Flucht hierherkam. Und zwischen 1913 und 1956 war Tetouan Hauptstadt des spanischen Protektorats, worauf das Stadtviertel „Ensanche“, das Kastilisch, das in den Geschäften noch immer gesprochen wird, und viele Speisekarten auf Spanisch zurückzuführen sind.
Wann ist Ramadan und kann man reisen?
Das Fest im Jahr 2027 findet voraussichtlich vom 8. Februar bis zum 9. März statt, wobei die genauen Daten von der Mondbeobachtung abhängen. Man kann problemlos reisen, allerdings öffnen die Geschäfte später, viele lokale Restaurants schließen während der Fastenzeiten und die Sehenswürdigkeiten haben verkürzte Öffnungszeiten. Aus Respekt sollte man es vermeiden, tagsüber auf der Straße zu essen, zu trinken oder zu rauchen.
Wie viel kostet der Eintritt ins Ethnografische Museum von Tetouan?
Etwa 30 Dirham, das sind etwa drei Euro. Es liegt direkt neben dem Tor Bab El Okla, ist dienstags geschlossen und den Rest der Woche von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Es verfügt über einen Garten und eine Terrasse mit Blick auf die Medina und das Rif-Gebirge, und die Mitarbeiter führen die Besucher in der Regel durch die Sammlung traditioneller Trachten, Instrumente und Handwerkskünste und erläutern diese.
Wie kommt man von Spanien nach Tétouan?
Mit der Fähre über die Meerenge nach Tanger und von dort aus 60 Kilometer auf der Straße in Richtung Osten, was etwa eine Stunde dauert. Von Tarifa aus gelangt man direkt ins Stadtzentrum von Tanger, von Algeciras aus nach Tanger Med, das 45 Kilometer entfernt liegt. Die andere Möglichkeit ist die Landgrenze bei Ceuta. Für einen Tagesausflug ist ein organisierter Ausflug am bequemsten, bei dem Überfahrt, Grenzübertritt und Transfers geregelt werden.
Wurde „El tiempo entre costuras“ in Tetuán gedreht?
Ja. Die Serie, die auf dem Roman von María Dueñas basiert, spielt im Tetuán des spanischen Protektorats und wurde in der Stadt gedreht, wobei die Plaza Moulay El Mehdi – der ehemalige Primo-de-Rivera-Platz – einer der wiedererkennbaren Schauplätze ist. Das ist eine gute Möglichkeit, die Atmosphäre des Ensanche kennenzulernen, bevor man ihn besucht.


